Logopädie

Allgemein logopädische Tätigkeitsbereiche:

Menschen jeden Alters mit Sprachstörungen (Aphasien), Sprechstörungen (Dysarthrien), Stimmstörungen (Dysphonien) und Schluckstörungen (Dysphagien), die organische und/oder funktionelle Ursachen haben, werden untersucht und behandelt.

Patienten in der Geriatrie:

Ältere und betagte Menschen mit internistischen und neurologischen Erkrankungen (hauptsächlich Schlaganfall), die oft mit einer oder mehreren Begleiterkrankungen (cerebrale Abbauprozesse, M. Parkinson, Atemwegserkrankungen, altersbedingte Seh- und Höreinschränkungen) einhergehen und die sprachliche Beeinträchtigung überlagern.

Ziel der logopädischen Arbeit in der Geriatrie:

Der größtmögliche Erhalt der Lebensqualität und Selbständigkeit in der Kommunikation bzw. die Vorbeugung vor Verschlechterung.

Die logopädische Therapie in der Geriatrie:

Eine ganzheitliche Behandlungsweise prägt die Therapien. Neben Anamnese und Diagnostik mit der Überprüfung des Verstehens von Sprache, der Sprech-, Lese- und Schreibleistung, der Schluck-, Atem- und Stimmfunktion sowie der Beweglichkeit der Gesichts- und Sprechmuskulatur werden alle kommunikativen Fähigkeiten des Patienten genutzt.
Zusammen mit den Informationen von Ärzten, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten sowie der Sozialarbeiterin wird so eine umfangreiche Behandlungsgrundlage geschaffen. Durch wöchentliche Teamsitzungen werden diese interdisziplinären Informationen immer wieder aktualisiert.


Jede Therapie (einzeln oder in einer Gruppe) enthält spezifische Übungen, z. B. das Benennen vorgelegter Bildkarten, das Komplettieren von Wörtern, mundmotorisches Training vor dem Spiegel oder therapeutisches Vorgehen nach einem Therapieprogramm (MODAK, PACE, EPAT).


Daneben sind aufbauende und motivierende Gespräche, die Anleitung zum selbständigen Üben und das psychotherapeutische Einwirken auf den Patienten wichtige Anteile einer Behandlung.


Besondere Beachtung findet die Angehörigenarbeit, d.h. Beratung und Aufklärung über Ursache und Auswirkung der Kommunikationsstörung, Inhalt und Verlauf der Therapie, Hinweise zum verbesserten Umgang miteinander, Vermittlung zu Selbsthilfegruppen oder zusätzlicher psychologischer Behandlung. Das Ziel ist eine bessere Konfliktbewältigung bzw. -vorbeugung im Alltag.